Rechtsextremistische Fahnen auf einer Demonstration zur Illustration des Arbeitsfeldes „Rechtsextremismus“

Berlin: Rechtsextremismus in Berlin

Titelbild der Broschüre „Rechtsextremismus in Berlin“, Herausgeber: Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungsschutz, Stand: Oktober 2013Vergrößern© Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungsschutz Titelbild der Broschüre „Rechtsextremismus in Berlin“

Die Broschüre „Rechtsextremismus in Berlin“ informiert über die Entwicklung der rechtsextremistischen Szene in Berlin seit Ende der 90er Jahre.


Der moderne Rechtsextremismus weist unterschiedliche Facetten auf. Offen als rechtsextremistisch zu erkennende Akteure wie die NPD oder aktionsorientierte Neonazigruppierungen werden zunehmend flankiert von vordergründig unverfänglich daherkommenden „Bürgerinitiativen“, islamfeindlichen Parteien oder rassistisch argumentierenden Gruppen in sozialen Netzwerken. Allerdings ist nicht nur das Spektrum der rechtsextremistischen „Angebote“ breiter geworden, auch „klassisch“ rechtsextremistische Gruppierungen haben ihre äußere Erscheinung und ihr Auftreten spürbar verändert.


Speziell der aktionsorientierte Rechtsextremismus in Form von Kameradschaften, „Autonomen Nationalisten“ und „Freien Kräften“ hat in Berlin in den vergangenen Jahren verschiedene Transformationsprozesse durchlaufen. Diese Veränderungen haben maßgeblich zu einer Modernisierung des aktionsorientierten Rechtsextremismus beigetragen. Aber nicht allein die besondere Stellung des aktionsorientierten Rechtsextremismus rechtfertigt es, den Fokus der Beobachtung und öffentlichen Darstellung auf diese Szene zu richten. Auch die drei Mitglieder des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) waren zunächst in der rechtsextremistischen Kameradschaftsszene aktiv. Die weitere Entwicklung dieses Trios macht auf erschreckende Weise deutlich, welche „sozialisierende“ und vor allem radikalisierende Wirkung der aktionsorientierte Rechtsextremismus auf seine Anhänger haben kann.


Über diese Szene, ihre Veränderungen und bestimmte Kontinuitäten aufzuklären, ist eine zentrale Aufgabe des Verfassungsschutzes, zu dem die vorliegende Broschüre beitragen soll.


Aus dem Inhalt:

  • Kameradschaften
  • „Autonome Nationalisten”
  • Der aktionsorientierte Rechtsextremismus und die NPD
  • Netzwerk „Freie Kräfte“: Altes Personal und neue Allianzen
  • Ausblick

Herausgeber: Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungsschutz
Stand: Oktober 2013

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