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BfV-Newsletter Nr. 1/2016 - Thema 5

Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) zwischen BfV und Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) am 17. März 2016

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) wollen künftig gemeinsam Unternehmen vor Spionage und Sabotage schützen.

Im Rahmen der CeBIT 2016 in Hannover unterzeichneten der Präsident des Bitkom Thorsten Dirks und der Präsident des BfV Dr. Hans-Georg Maaßen am 17. März 2016 ein entsprechendes Memorandum of Understanding unter dem Motto „Gemeinsames Handeln für digitale Sorgfalt – Know-how-Schutz in Deutschland stärken“.

In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung gewinnen Informations- und (Tele-) Kommunikationstechnologien in allen Wirtschaftsbereichen an Bedeutung. Mit Industrie 4.0 und dem „Internet of things“ entstehen nicht nur zusätzliche Chancen, sondern auch Risiken für Unternehmen. Neben dem Know-how-Abfluss durch Spionage rückt auch das Thema Sabotage immer mehr in den Fokus.

Eine Studie des Bitkom hatte 2015 ergeben, dass etwa jedes zweite Unternehmen in Deutschland von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage und Datendiebstahl betroffen ist. Die Delikte reichen von der Entwendung von Geräten über gezielte Wirtschaftsspionage bis hin zu Cyberangriffen. Dabei entstehen Jahr für Jahr Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe.

Kernzielgruppe der Zusammenarbeit von Bitkom und BfV sind die sogenannten Hidden Champions, d. h. kleine und mittlere Unternehmen mit einer besonders starken Weltmarktposition. Diese stehen verstärkt im Fokus von Wirtschaftsspionage oder ausländischer Konkurrenzausspähung.

1.000 der 2.300 vertretenen Unternehmen des Bitkom sind Mittelständler; hinzu kommen 300 Start-ups (neu gegründete Unternehmen). Diese sollen durch gemeinsame Angebote zum Thema Wirtschaftsschutz sensibilisiert werden.

Dr. Hans-Georg Maaßen erklärte hierzu auf der CeBIT:

„Spionage und Konkurrenzausspähung gefährden kleine und mittelständische Unternehmen besonders. Durch die Digitalisierung bieten sich Angreifern zusätzliche Möglichkeiten, sich unbemerkt in Firmennetze zu schleichen. Gemeinsam mit dem Bitkom wollen wir einen Beitrag zum Know-how-Schutz und der Sabotageprävention leisten. Dafür präsentiert sich das BfV über den Bitkom als zentraler Ansprechpartner. Das Referat Wirtschaftsschutz des BfV steht für Dialog und Information im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit den Unternehmen der Digitalbranche zur Verfügung.“

Zusätzlich soll die Kooperation mit dem 2015 im Bitkom eingerichteten Arbeitskreis Wirtschaftsschutz verstärkt und das Sicherheitsbewusstsein durch gemeinsame öffentlichkeitswirksame Aktivitäten gesteigert werden.

Hierzu führte Bitkom-Präsident Dirks aus:

„Wirtschaftsschutz muss ganzheitlich verstanden werden. Er ist die Summe aller Maßnahmen von Politik, Behörden und Wirtschaft zur Minimierung von Risiken bei der Unternehmenssicherheit. (…) Wirtschaftsschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen.“

Das Memorandum of Understanding mit dem Bitkom folgt den Kooperationsvereinbarungen des BfV mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Jahr 2014 sowie mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) im Jahr 2015.

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Herausgeber: Bundesamt für Verfassungsschutz
Stand: April 2016

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