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BfV-Newsletter Nr. 2/2017 - Thema 9

Der „Islamische Staat“ (IS) bekennt sich zum Anschlag in Manchester

Am Abend des 22. Mai 2017 verübte ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf ein Popkonzert in der englischen Stadt Manchester. Dabei kamen 22 Menschen ums Leben, rund 60 Personen wurden verletzt. Der IS bekannte sich am 23. Mai 2017 in einer schriftlichen Erklärung zu der Tat. Die Erklärung wurde durch den IS zeitnah in verschiedene Sprachen übersetzt, darunter auch ins Deutsche. In der Bekennung heißt es, der Attentäter habe zu den „Soldaten der Chilafa [Kalifat]“ gehört. Er habe mehrere Sprengsätze „inmitten der Kreuzfahrerversammlungen in der britischen Stadt Manchester“ platziert. Die IS-nahe „Ama´q News Agency“ (AMAQ) veröffentlichte fast gleichzeitig ebenfalls eine Erklärung, in der sie den Anschlag für den IS reklamiert.

Die jihadistische Szene im Internet reagierte erwartungsgemäß mit Lob für den Anschlag und mit hämisch-drohenden Kommentaren. Festgestellt wurden Kommentare, in denen es heißt, der Anschlag sei nur der Anfang und weit schlimmere würden folgen.

In einigen Reaktionen auf den Anschlag wird erklärt, der IS habe deutlich gemacht, dass Großbritannien an diesem und an vergangenen Anschlägen selbst schuld sei. Jene Länder, die die Muslime bombardierten, sollten nun dasselbe zu spüren bekommen.

Die Bekennung des IS enthält keine Details zu dem Anschlag, die über die Presseberichterstattung hinausgehen. Auffällig ist, dass in der Bekennung von mehreren Sprengsätzen die Rede ist, während es nach hiesiger Kenntnis nur einen Sprengsatz am Anschlagsort gab.

Die Reaktionen der jihadistischen Szene im Internet auf den Anschlag fallen erwartbar aus. Auf Kanälen, die mit dem IS sympathisieren, wird der Anschlag in der üblichen Rhetorik begrüßt und es wird mit weiteren Anschlägen gedroht.

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Herausgeber: Bundesamt für Verfassungsschutz
Stand: Juni 2017

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