Professur (W2) für die Studiengebiete Politischer Extremismus und Politische Ideengeschichte

An der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist am Fachbereich Nachrichtendienste, Abteilung Verfassungsschutz, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Professur (W2) für die Studiengebiete Politischer Extremismus und Politische Ideengeschichte

zu besetzen – vorbehaltlich der Ausbringung einer entsprechenden Stelle im Haushalt. Die Professur ist zunächst auf sechs Jahre befristet; eine Entfristung ist auf der Grundlage von § 132 Abs. 1 BBG grundsätzlich möglich. Die Planstelle ist auch für die Besetzung mit zwei Teilzeitkräften geeignet.

Dienstort ist Berlin. Von auswärtigen Bewerberinnen und Bewerbern wird eine Wohnsitznahme in der Nähe des Hochschulortes erwartet.

Ihre Aufgaben

Die Professur vertritt die Fächer Linksextremismus, Rechtsextremismus und Politische Ideengeschichte in Forschung und Lehre. Schwerpunkte der Lehr- und Forschungstätigkeit sind einerseits links- und rechtsextremistische Ideologien, Organisationen und Strategien in Geschichte und Gegenwart mit dem Schwerpunkt auf Deutschland und andererseits die politischen Theorien von der Antike bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung demokratietheoretischer Aspekte. Von der Stelleninhaberin bzw. dem Stelleninhaber wird zudem die Bereitschaft zu interdisziplinärer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Intelligence Studies verlangt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit besteht in der Ausbildung der Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten des gehobenen nichttechnischen Dienstes im Bundesamt für Verfassungsschutz und im Bundesnachrichtendienst, die als Studierende ein dreijähriges Studium an der Hochschule des Bundes absolvieren. Zu den Aufgaben zählen ferner Vortrags- und Unterrichtstätigkeiten bei sonstigen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, etwa an der Akademie für Verfassungsschutz in Swisttal-Heimerzheim.

Ihr Profil

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen – neben den allgemeinen dienstrechtlichen Bestimmungen – folgende Berufungsvoraussetzungen gemäß § 131 Abs. 1 BBG i.V.m. § 19 Abs. 2 der Grundordnung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (HS BundGrO) (GMBl 2018, Nr. 35, S. 661) erfüllen:

  • Abgeschlossenes Universitätsstudium in den Fächern Geschichts-, Politik- oder Sozialwissenschaften

  • pädagogische Eignung, die durch Erfahrungen in der Lehre oder Ausbildung nachgewiesen wird,

  • besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion (mindestens magna cum laude) sowie einschlägige Publikationen im Bereich der politischen Ideengeschichte sowie der Extremismus- und Terrorismusforschung nachgewiesen wird

  • besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis nach Abschluss des Hochschulstudiums,von denen mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereiches ausgeübt worden sein müssen, oder zusätzliche wissenschaftliche Leistungen.

Wir suchen Persönlichkeiten, die ihre Fachgebiete auf der Grundlage einschlägig erworbener Verwaltungserfahrung im speziellen Ausbildungszusammenhang einer verwaltungsinternen Hochschule ebenso praxisorientiert wie wissenschaftlich und pädagogisch-didaktisch fundiert vertreten.

Sie bringen daher über die o.g. Berufungsvoraussetzungen hinaus mit:

  • die Bereitschaft, intensiv mit der Praxis zusammenzuarbeiten und Hospitationen o.ä. zu absolvieren,

  • hohe Sozialkompetenz und die Bereitschaft zur Kooperation und der Kommunikation mit den anderen Lehrenden, den übrigen Mitgliedern der Hochschule sowie den Einstellungsbehörden,

  • die Bereitschaft, sich bei Bedarf in andere Studiengebiete (z. B. Auswertung/nachrichtendienstliche Analyse, Ausländerextremismus) einzuarbeiten,

  • die Bereitschaft, aktiv an der Weiterentwicklung der Hochschule mitzuwirken und sich in der Selbstverwaltung zu engagieren,

  • die Bereitschaft zur fachlichen Betreuung von Lehrbeauftragten und zur Entwicklung von Lehrunterlagen, anhand derer Lehrbeauftragte ihre Lehrbeiträge leisten können,

  • die Bereitschaft, auch nach Berufung weiterhin qualitativ hochwertige Publikationen zu veröffentlichen.

Einschlägige Verwaltungserfahrungen mit Bezug zur Tätigkeit der Nachrichtendienste oder anderer Sicherheitsbehörden (auch im internationalen Umfeld) sind von Vorteil.

Es wird die Bereitschaft erwartet, sich einer Sicherheitsüberprüfung nach dem Gesetz über die Voraussetzungen und das Verfahren von Sicherheitsüberprüfungen des Bundes (Sicherheitsüberprüfungsgesetz - SÜG) zu unterziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die in § 32 SÜG aufgeführten Reisebeschränkungen bei Reisen in und durch Staaten, für die besondere Sicherheitsregelungen gelten, Anwendung finden.

Die Hochschule des Bundes ist nach den Vorgaben des Bundesgleichstellungsgesetzes bestrebt, insbesondere den Anteil der Frauen in der Lehre zu erhöhen; Bewerbungen von Frauen werden deshalb ausdrücklich begrüßt. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des SGB IX bevorzugt berücksichtigt. Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt. Nähere Informationen über die Hochschule des Bundes und den Fachbereich Nachrichtendienste finden Sie unter http://www.hsbund.de.

Für Fragen zum Profil der ausgeschriebenen Stelle und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens steht Herr Frauenrath (Tel.: 02254/835 300 oder Mail: pers@afv.bund.de) gerne zur Verfügung. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und Nachweisen zum gesamten Anforderungsprofil (insbesondere Lebenslauf, relevante Zeugnisse als Kopien, Schriftenverzeichnis) richten Sie bitte inklusive eines Lehrportfolios und einer Skizze mit Ihren Vorstellungen zu Forschungsvorhaben bis zum 28.02.2019 vorzugsweise per E-Mail (zusammengefasst in einer PDF-Datei bis max. 10 MB) oder auf dem Postweg an

Herrn Dir. b. BfV Ralf Frauenrath
Leiter des Fachbereichs Nachrichtendienste
Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Willy-Brandt-Straße 1
50321 Brühl
E-Mail: pers@afv.bund.de

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