Technische und biologische Komponenten zur Illustration des Arbeitsfelds „Wirtschaftsschutz", Keyvisual Wirtschaftsschutz

BfV-Wirtschaftsschutz-Newsletter Nr. 1/2017

„Prävention durch Dialog und Information“

Logo des BfV-Wirtschaftsschutzes mit dem Motto „Wirtschaftsschutz - Prävention durch Information"

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom 20. bis 24. März 2017 nahm das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wie bereits im letzten Jahr an der CeBIT, der weltweit größten Messe für Informationstechnik, teil.

BfV-Präsident Dr. Hans-Georg Maaßen sprach hier über die mehrdimensionalen Herausforderungen der Digitalisierung. Die digitale Transformation stelle zunehmend etablierte Machtgefüge in Frage.

Auf der CeBIT wurden auch die weiteren Bausteine „Krisenmanagement“ und „Sicherheitsvorfallbehandlung“ der gemeinsamen Publikation „Einführung in den Wirtschaftsgrundschutz“ von BfV, BSI und ASW Bundesverband vorgestellt.

Sicherheit erfordert Information und Prävention. Sie sind wesentliche Bausteine für einen zielgerichteten Unternehmensschutz.

Um den Dialog zwischen Sicherheitsbehörden und Industrie zu fördern, plant das Wirtschaftsschutzreferat des BfV auch in 2017 eine Vielzahl an Vorträgen und Veranstaltungen:

Dazu zählt u. a. die Teilnahme an der HANNOVER-Messe (24.-29. April) sowie auf der it-sa (10.-12. Oktober) in Nürnberg.

Auf der HANNOVER-Messe werden wir uns auf einem Gemeinschaftsstand mit unserem Kooperationspartner Bitkom präsentieren.

Gefahren aus dem Cyber-Raum, gerade im Hinblick auf die Bundestagswahl, sind im Jahr 2017 sicherlich ein Schwerpunkt der Sicherheitsexperten. Damit Deutschland im Angesicht dieser komplexen Herausforderungen auch in Zukunft seine Souveränität behaupten kann, bedarf es einer verstärkten Ertüchtigung und Ausrüstung der zuständigen Sicherheitsbehörden.

Die Gewährleistung von Cyber-Sicherheit ist eine zentrale gemeinsame Herausforderung für Staat, Wirtschaft und damit auch für das BfV als deutschen Inlands­nachrichten­dienst.

Cyber-Angriffe sind meist schnell und in einer Vielzahl von Fällen umsetzbar. Sie sind leicht anonymisierbar, erschweren daher die Täterzuordnung und bleiben für das Opfer meist unerkannt.

Eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz vor Cyber-Angriffen sind wertige und hilfreiche Informationen, die zielgerichtetes Handeln ermöglichen. Als Informationsangebot des BfV erhalten Sie hierzu die erste Ausgabe des „Cyber-Briefs“ 2017, der im Fachbereich für Cyber-Angriffe erstellt wurde.

Erstmalig fand am 28. März 2017 unter dem Motto „Sicherheit 2017 - Entscheiderfrühstück Wirtschaftsschutz“ eine Veranstaltung unter Beteiligung von BfV, Landesbehörde für Verfassungschutz (LfV) Nordrhein-Westfalen und ASW Bundesverband in der Liegenschaft der Firma Deloitte statt. Vor einem interessierten Publikum wurde u. a. der Themenkomplex Wirtschaftsspionage, hier insbesondere der Bereich Social Media, im Rahmen von Vorträgen und sich anschließenden Diskussionen beleuchtet. Ergänzend war das BfV mit einem gut besuchten Informationsstand vertreten, an dem sich interessante Gespräche und Kontakte ergaben.

Weitere Veranstaltungen in Nürnberg, Hannover, Saarbrücken, Hamburg und Stuttgart unter Beteiligung der dortigen Landesbehörden ergänzen diese Veranstaltungsreihe.

Ein Meilenstein in der guten Zusammenarbeit zwischen BfV und ASW Bundesverband ist sicherlich der diesjährige gemeinsame 11. Sicherheitstag von BfV und ASW in Berlin. Zum Thema „Neue Businessmodelle und Industrie im Wandel - Chancen und Risiken für die Unternehmenssicherheit“ wird auch dieses Jahr die traditionelle Jahrestagung von BfV und ASW zahlreiche Experten und Interessierte rund um den Wirtschaftsschutz in Berlin versammeln. Aktuelle Informationen sowie die Möglichkeit zu vertiefenden und vertraulichen Gesprächen stehen im Vordergrund dieser gemeinsamen Veranstaltungsreihe. Wie im Vorjahr startet die Zusammenkunft mit einer informellen Begegnung am Vorabend.

Im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg sind Gefährdungen von Wirtschaftsunternehmen und Infrastruktureinrichtungen in Deutschland nicht auszuschließen.

Wirtschaftsunternehmen gehören zu den klassischen Angriffszielen linksextremistischer Agitation und Gewalt, da sie aus linksextremer Sicht das zu bekämpfende Kapital verkörpern und mit dem „repressiven Staat“ gleichzusetzen sind. Anschläge gegen Geschäfte, Firmengebäude und -fahrzeuge sind demnach Teil des Kampfes gegen „Staat, Nation und Kapital“ und für eine andere Gesellschaftsordnung. Ins Visier geraten vor allem global agierende Unternehmen, aber auch Rüstungs-, Dienstleistungs- und Logistikunternehmen sowie Banken. Im Zusammenhang mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg ist vor und während des Gipfels von einem erheblichen Stör- und Gewaltpotenzial auszugehen.

Registrierten Nutzern der Informationsplattform der Initiative Wirtschaftsschutz stehen hierzu im „Sonderbericht Wirtschaftsschutz“ vom 17. Februar 2017 weitergehende Informationen zur Verfügung.

Bodo W. Becker M.A.
Referatsleiter Wirtschaftsschutz
Abteilung Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz
Bundesamt für Verfassungsschutz
Köln, im April 2017


Unser Informationsangebot:

  1. BfV-Präsident Maaßen sprach auf der CeBIT 2017 über die mehrdimensionalen Herausforderungen der Digitalisierung

  2. Baustein Krisenmanagement der gemeinsamen Publikation „Einführung in den Wirtschaftsgrundschutz“ von BfV, BSI und ASW Bundesverband

  3. Baustein Sicherheitsvorfallbehandlung der gemeinsamen Publikation „Einführung in den Wirtschaftsgrundschutz“ von BfV, BSI und ASW Bundesverband

  4. BfV „Cyber-Brief“ 01/2017

  5. „Sicherheit 2017 - Entscheiderfrühstück Wirtschaftsschutz“ eine Veranstaltung unter Beteiligung von BfV, LfV NW und ASW Bundesverband

  6. 11. Sicherheitstag von BfV und ASW in Berlin. Zum Thema „Neue Businessmodelle und Industrie im Wandel - Chancen und Risiken für die Unternehmenssicherheit“

  7. G-20-Gipfel in Hamburg: Gefährdung von Wirtschaftsunternehmen und Infrastruktureinrichtungen in Deutschland (für registrierte Nutzer)

Herausgeber: Bundesamt für Verfassungsschutz
Stand: April 2017

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