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Gewaltorientierte Linksextremisten

Von den Ende 2019 festgestellten rund 9.200 (2018: 9.000) gewaltorientierten Linksextremisten innerhalb des gesamten linksextremistischen Spektrums bilden die Autonomen mit 7.400 Personen (2018: 7.400) die größte Teilmenge.

Insgesamt ging die Anzahl der Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr mit 921 im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 % zurück (2018: 1.010).Solche Taten ereignen sich vielfach im Rahmen von Großereignissen oder im Umfeld von Demonstrationen. 2019 gab es keine für Linksextremisten relevanten Großereignisse und auch deutlich weniger Demonstrationen, bei denen es in der Vergangenheit zu Ausschreitungen von Linksextremisten und Angriffen auf die Polizei gekommen war. Linksextremisten begehen also nicht per se weniger Gewalttaten, es fehlte ihnen im letzten Jahr vor allem an geeigneten Anlässen für größere Gewalteskalationen.

Es ist zu beobachten, dass gewaltbereite Linksextremisten ihre Gewalttaten mittlerweile gezielter und eher klandestin in kleinen, beweglichen Gruppen am Rande von Demonstrationen des politischen Gegners oder bei der An- und Abreise der Teilnehmer begehen. Zudem gab es mehr Gewalttaten ohne Bezug zu Demonstrationen.

Trotz des quantitativen Rückgangs linksextremistischer Gewaltdelikte hat sich die schon in den letzten Jahren festzustellende fortschreitende Entwicklung hin zu einer Erosion des Szenekonsenses der Ablehnung von gezielter Gewalt gegen Personen nochmals verschärft. In der Überzeugung, der „strukturellen“ und „repressiven Gewalt des kapitalistischen Systems“ selbst eine „revolutionäre Gewalt“ entgegenbringen zu müssen, begehen vor allem Angehörige des autonomen Spektrums eine große Zahl schwerer Gewalttaten. Dabei ist insbesondere in der direkten Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner und der Polizei bei autonomen Gewalttätern eine geringe Hemmschwelle festzustellen. Schwere Gesundheitsschädigungen und in Einzelfällen auch der mögliche Tod von Menschen werden billigend in Kauf genommen.

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