Zwei maskierte, bewaffnete Islamisten vor dem Schwarzen Banner zur Illustration des Arbeitsfelds „Islamismus“, Keyvisual Islamismus

Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ)

Logo des „Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums“ (GTAZ)Vergrößern© Bundesministerium des Innern Logo des „Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums“ (GTAZ)

Das Ende 2004 in Berlin eingerichtete Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) ist keine eigenständige Behörde, sondern eine gemeinsame Kooperations- und Kommunikations­plattform von 40 nationalen Behörden aus dem Bereich der Inneren Sicherheit. Für die Einrichtung war kein neues Gesetz erforderlich, denn keine Behörde erhielt zusätzliche Kompetenzen oder gab Souveränität ab. Vielmehr trifft jede der beteiligten Behörden ihre Maßnahmen in eigener Zuständigkeit und im Rahmen der für sie geltenden Gesetze. Aufgrund der Organisations­struktur gibt es auch keinen „GTAZ-Leiter“, sondern Vertreter von folgenden Einrichtungen kooperieren „auf Augenhöhe“:

  • Bundesamt für Verfassungsschutz

  • Bundeskriminalamt

  • Bundesnachrichtendienst

  • Generalbundesanwalt

  • Bundespolizei

  • Zollkriminalamt

  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

  • Militärischer Abschirmdienst

  • Landesämter für Verfassungsschutz

  • Landeskriminalämter

Die Einrichtung des GTAZ erfolgte vor dem Hintergrund einer verstärkten Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus. Die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001 durch „al Qaida“ stellten eine Zäsur dar, die sich erheblich auf die Sicherheitsstruktur in Deutschland und der internationalen Staaten­gemeinschaft insgesamt auswirkte.

Informations- und Analysestellen – NIAS und PIAS

Wesentlich für den Erfolg des GTAZ ist die Kooperation zwischen nachrichten­dienstlichen und polizeilichen Institutionen und Akteuren. Voraussetzung für deren Kooperation unter einem Dach war die Einrichtung von zwei getrennten Säulen, nämlich in Form der Nachrichten­dienstlichen und der Polizeilichen Informations- und Analyse­stelle (NIAS und PIAS). NIAS- und PIAS-Mitglieder arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen (AG) eng zusammen, die unterschiedlichen Zwecken dienen: Neben der aktuellen Fall­bearbeitung sowie der Gefahren­prognose werden auch mittel- bzw. längerfristige Analysen erstellt.

Zu nennen sind dabei:

  • AG Tägliche Lagebesprechung

  • AG Gefährdungsbewertung

  • AG Operativer Informationsaustausch

  • AG „Fälle/Analysen zum islamistischen Terrorismus“

  • AG Islamistisch-terroristisches Personenpotenzial

  • AG Deradikalisierung

  • AG Transnationale Aspekte

  • AG Statusrechtliche Begleitmaßnahmen

  • Intelligence Board (nur NIAS)

Der Schlüssel zu Erfolgen in der Terrorismusbekämpfung liegt im Miteinander der unterschiedlichen nachrichten­dienstlichen und polizeilichen Akteure – ergänzt durch flankierende Maßnahmen im Bereich des Ausländer­rechts sowie in einer auf langfristige Wirksamkeit angelegten Abstimmung präventiver und repressiver Erfordernisse (ganzheitlicher Ansatz). Die Stärkung behörden­über­greifender Zusammen­arbeit sowie die Intensivierung der Kooperation mit Vertretern der Strafverfolgung schaffen zudem eine Kultur des Vertrauens, die unabdingbar ist für die frühzeitige Erkennung und Abwehr von Gefahren.

Mehrere Fälle, darunter die erfolgreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit der „Sauerland-Gruppe“, die zur Verhinderung eines Terroranschlags in Deutschland geführt haben, haben gezeigt, dass die Strukturen von GTAZ und NIAS funktions- und leistungsfähig sind.

Organisationsstruktur des „Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums“ (GTAZ)Vergrößern© „Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum“ (GTAZ) Organisationsstruktur des „Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums“ (GTAZ)
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