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Cyberangriffe

Die schnelle digitale Entwicklung hat die Kommunikations- und Arbeitswelt rapide gewandelt. Die Digitalisierung verändert auch weiterhin Arbeiten, Handeln, Kommunizieren und Verhalten in unserer Gesellschaft. Die Vervielfachung schnell verfügbarer Informationen fordert auch neue Sicherheitsstrategien. Die durch diese technischen Möglichkeiten gewonnenen Vorteile liegen auf der Hand. Nicht wegzudiskutieren sind aber auch die Risiken für ihren Missbrauch.

Inzwischen vergeht kaum eine Woche ohne eine Meldung über einen Cyberangriff auf eine staatliche oder private Einrichtung in Deutschland. Insbesondere für fremde Nachrichtendienste bietet die schnelle technische Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie vielfältige Möglichkeiten der Datenausspähung zum Zwecke der Spionage und politischen Desinformation, der Datenveränderung und Computersabotage. Auch für nichtstaatliche Akteure bieten sich Möglichkeiten der Sabotage und Propaganda. Das BfV beobachtet, wie auch Extremisten und Terroristen die neuen Technologien für ihre Zwecke einsetzen und ihre Agitationsformen und Organisationskonzepte daran anpassen.

In den letzten Jahren hat sich insbesondere die Spionage durch Cyberangriffe für zahlreiche Nachrichtendienste zum Standardwerkzeug mit einem hohen Gefährdungspotential für potentielle und tatsächliche Opfer entwickelt. Die Gründe dafür sind offenkundig: Angriffe über das Internet sind relativ einfach und kostengünstig zu realisieren, bergen ein geringes Enttarnungsrisiko und bieten eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit.

Die Bundesrepublik Deutschland ist aufgrund ihrer geopolitischen Lage, ihrer Rolle in der Europäischen Union (EU) und in der NATO sowie als Standort zahlreicher Unternehmen der Spitzentechnologie für fremde Nachrichtendienste besonders attraktiv. Ihre offene und pluralistische Gesellschaft erleichtert fremden Mächten die Informationsbeschaffung auch im Cyberraum – sowohl offen als auch verdeckt.

Dieser Bedrohungslage ist mit einer schnellen und schlagkräftigen Aufklärung und Abwehr von möglichen und tatsächlichen Cyberangriffen nachhaltig zu begegnen. Dafür ist die Umsetzung und laufende Aktualisierung/Überprüfung der organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Stärkung der Cyberabwehr bei allen damit befassten oder davon potentiell betroffenen Einrichtungen unabdingbar.

Zur Erhöhung der Cybersicherheit und in Ergänzung zu den Expertisen von IT-Dienstleistungsunternehmen, die vor allem auf eine schnelle Behebung von akuten IT-Sicherheitsvorfällen fokussiert sind, kann das BfV aus seinem Erkenntnisaufkommen stammende Hinweise auf bestimmte IT-Infrastrukturen geben, die für Angriffe genutzt werden. Mit diesen Informationen werden gefährdete Stellen in die Lage versetzt eine eigene Betroffenheit festzustellen, potentielle Zugriffe von diesen Infrastrukturen auf ihr IT-Netzwerk im Vorfeld zu sperren und so den Schutz gegen Cyberangriffe zu erhöhen. Dazu hat das BfV mit dem sogenannten Cyber-Brief ein neues Format etabliert, mit dem regelmäßig gezielte Warnmeldungen und Berichte an Behörden und die Wirtschaft verteilt werden.

Bei der Bekämpfung der Gefahren durch Cyberangriffe arbeiten zudem national und international zahlreiche Behörden zusammen. Zur besseren Koordinierung dieser Zusammenarbeit wurde in Deutschland 2011 das Nationale Cyber-Abwehrzentrum gegründet. Damit soll eine Optimierung der Zusammenarbeit staatlicher Stellen z. B. durch die Koordinierung von Schutz- und Abwehrmaßnahmen gegen IT-Vorfälle erreicht werden. Auch das BfV ist in diesem Abwehrzentrum vertreten.

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Hinweistelefon islamistischer Terrorismus 0221/792-3366

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