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Cyberabwehr

Durch die schnelle digitale Entwicklung hat sich die Kommunikations- und Arbeitswelt rapide gewandelt. Die Digitalisierung verändert auch weiterhin Arbeiten, Handeln, Kommunizieren und Verhalten in unserer Gesellschaft. Die Vervielfachung schnell verfügbarer Informationen fordert auch neue Sicherheitsstrategien. Die durch diese technischen Möglichkeiten gewonnen Vorteile liegen auf der Hand. Zu betonen sind aber auch die Risiken ihres Missbrauchs.

Insbesondere für fremde Nachrichtendienste bietet die schnelle technische Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien vielfältige Möglichkeiten der Datenausspähung zum Zwecke der Spionage und politischen Desinformation, der Datenveränderung und Computersabotage. Auch für nichtstaatliche Akteure bieten sich Möglichkeiten der Sabotage und Propaganda. Das BfV beobachtet, wie auch Extremisten und Terroristen die neuen Technologien für ihre Zwecke einsetzen und ihre Agitationsformen und Organisationskonzepte daran anpassen.

Cyberangriffe gehören für zahlreiche Nachrichtendienste zum Standardwerkzeug der Spionage. Das Gefährdungspotential ist hoch. Zu den Aufklärungszielen gehören Ministerien ebenso wie die deutsche Wirtschaft, wobei nicht nur Großkonzerne sondern gleichermaßen auch kleine und mittelständische Unternehmen angegriffen werden. Die Gründe dafür sind offenkundig: Angriffe über das Internet sind relativ einfach und kostengünstig zu realisieren, bergen ein geringes Enttarnungsrisiko und bieten eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit.

Die Bundesrepublik Deutschland ist aufgrund ihrer geopolitischen Lage, ihrer Rolle in der Europäischen Union (EU) und in der NATO sowie als Standort zahlreicher Unternehmen der Spitzentechnologie für fremde Nachrichtendienste besonders attraktiv. Ihre offene und pluralistische Gesellschaft erleichtert fremden Mächten die Informationsbeschaffung auch im Cyberraum.

Dieser Bedrohungslage ist mit einer schnellen und schlagkräftigen Aufklärung und Abwehr von Cyberangriffen und deren Vorbereitung nachhaltig zu begegnen. Dafür sind die Umsetzung und eine stetige Aktualisierung/Überprüfung der organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Stärkung der Cyberabwehr bei allen damit befassten oder davon potentiell betroffenen Einrichtungen unabdingbar.

Zur Erhöhung der Cybersicherheit und in Ergänzung zu den Expertisen von IT-Dienstleistungsunternehmen, die vor allem auf eine schnelle Behebung von akuten IT-Sicherheitsvorfällen fokussiert sind, kann das BfV aus seinem Erkenntnisaufkommen stammende Hinweise auf bestimmte IT-Infrastrukturen geben, die für Angriffe genutzt werden. Mit diesen Informationen werden gefährdete Stellen in die Lage versetzt, eine eigene Betroffenheit festzustellen, potentielle Zugriffe von diesen Infrastrukturen auf ihr IT-Netzwerk im Vorfeld zu sperren und so den Schutz gegen Cyberangriffe zu erhöhen. Dazu hat das BfV mit dem sogenannten Cyber-Brief ein Format etabliert, mit dem regelmäßig gezielte Warnmeldungen und Berichte an Behörden und die Wirtschaft verteilt werden.

Bei der Bekämpfung der Gefahren durch Cyberangriffe arbeiten zudem national und international zahlreiche Behörden zusammen. Zur besseren Koordinierung der nationalen Zusammenarbeit wurde in Deutschland 2011 das Nationale Cyber-Abwehrzentrum gegründet. Auch das BfV ist in diesem Abwehrzentrum vertreten.


  • Publikationen

    Titelbild der Broschüre „BfV Cyber-Brief Nr. 02/2018“, Herausgeber: Bundesamt für Verfassungsschutz, Stand: Juli 2018

    Zum Thema Cyberabwehr veröffentlicht das Bundesamt für Verfassungsschutz die Broschüre „Nachrichtendienstlich gesteuerte Cyberangriffe“ sowie anlassbezogen den BfV Cyber-Brief. Weitere Informationen

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Hinweistelefon „Rechtsextremismus/ -terrorismus, Reichsbürger und Selbstverwalter“ (RechtsEX) 0221/792-3344

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Hinweistelefon islamistischer Terrorismus 0221/792-3366

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