Foto einer Demonstration zum kurdischen Frühjahrsfest Newroz zur Illustration des Arbeitsfelds „Ausländerextremismus“

Was ist Ausländerextremismus?

Nichtislamistische ausländerextremistische Organisationen sind überwiegend aus politischen, sozialen oder ethnischen Konflikten in den jeweiligen Heimatländern hervorgegangen. Hauptziel der in Deutschland vertretenen Organisationen ist die Unterstützung der jeweiligen „Mutterorganisationen“ in den Herkunftsländern. Es handelt sich nicht um ein einheitliches, tendenziell bündnisfähiges Spektrum, sondern um ungleichartige Teile, die nur fall- und anlassbezogen untereinander oder mit deutschen extremistischen Gruppierungen kooperieren. Politik, Strategie und Aktionen dieser Organisationen in Deutschland werden entscheidend von der Situation in den Heimatländern (und den dortigen zentralen Organisationseinheiten) bestimmt.

Deutschland gilt den meisten als sicherer Rückzugsraum. Von hier aus können sie die Heimatorganisationen propagandistisch, vor allem aber auch materiell und finanziell unterstützen. Die in Deutschland lebenden Anhänger sind in der Regel die Empfänger politisch-strategischer Richtlinien der Organisationen in den jeweiligen Herkunftsländern und sind bereit, diese konsequent in die Tat umzusetzen.
Darüber hinaus können ausländerextremistische Organisationen auch in der Bundesrepublik Deutschland die innere Sicherheit gefährden. Zum Teil verstoßen sie zudem gegen den Gedanken der Völkerverständigung.

Im nichtislamistischen Ausländerextremismus finden sich ideologische Elemente aus dem Rechts- und Linksextremismus – einige Organisationen verfolgen auch separatistische Bestrebungen.


  • „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK)

    Logo der PKK

    Die PKK unterliegt in Deutschland seit 1993 einem Betätigungsverbot. Ihr Anhängerpotenzial beträgt rund 14.500 Personen (Stand: 31. Dezember 2017). Zu den zentralen Forderungen der PKK gehören die Anerkennung der kurdischen Identität sowie eine politische und kulturelle Autonomie der Kurden unter Aufrechterhaltung nationaler Grenzen in ihren türkischen und syrischen Siedlungsgebieten. Weitere Informationen

  • Türkische linksextremistische Organisationen

    Logo „Türkische Kommunistische Partei/Marxisten-Leninisten“ (TKP/ML, „Partizan“-Flügel)

    Allen türkischen Linksextremisten gemeinsam ist das Ziel, die Gesellschaftsordnung in der Türkei und die dortige politische Führung zu destabilisieren und letztlich zu überwinden. Ihre Agitation richtet sich daher insbesondere gegen das türkische Staats- und Verfassungssystem und gegen die von ihnen als „Oligarchie“ bezeichnete Regierung. Weitere Informationen

  • Rechtsextremistische Türken

    Stilisierte Abbildung des „Grauen Wolfs“

    Rechtsextremistische Ausländerorganisationen sind nationalistisch geprägt und messen der eigenen Volksgruppe einen höheren Stellenwert zu als anderen Ethnien. Ihrer Ideologie liegt ein übersteigertes Nationalbewusstsein zugrunde. Das Menschenbild solcher Gruppierungen ist stark von rassistischem Gedankengut beeinflusst. Weitere Informationen

  • Separatistische Organisationen

    Eine junge Sikh-Frau hält ein Plakat mit der Aufschrift „Khalistan“ („Land der Reinen“)

    Ziel separatistischer Organisationen ist es, einen Teil des Staatsgebiets ihrer Heimatländer abzutrennen, um hieraus einen neuen und eigenständigen Staat zu schaffen. In den jeweiligen Herkunftsländern agieren sie partiell terroristisch, um dieses Vorhaben umsetzen zu können. Weitere Informationen

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Hinweistelefon islamistischer Terrorismus 0221/792-3366

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