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Rechtsextremistischer Verleger Wigbert Grabert erneut wegen Volksverhetzung verurteilt

Am 6. März 2013 wurde der rechtsextremistische Verleger Wigbert Grabert vom Amtsgericht Tübingen wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Bei der Strafzumessung wurde eine frühere Bewährungsstrafe Graberts wegen Volksverhetzung berücksichtigt. Darüber hinaus muss er eine Geldbuße in Höhe von 5.000 Euro zahlen. Zudem werden mehr als 30.000 Euro aus dem Erlös des volksverhetzenden Buches, das dem Verfahren zugrundelag, eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Grabert durch die Herausgabe des Buches „Der Zweite Weltkrieg – Ursachen - Hintergründe - Kriegsschuld - Folgen“ des rechtsextremistischen Autors Helmut Schröcke nationalsozialistische Verbrechen geleugnet hat. In dem Buch wird die Erschießung von mehr als 30.000 Juden durch Einsatzgruppen des Sicherheitsdienstes (SD) in Babi Jar in der Ukraine am 29. und 30. September 1941 bestritten.

Aufgrund eines Hinweises des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) hatte die Staatsanwaltschaft Tübingen ein Ermittlungsverfahren gegen Grabert eingeleitet. Im Zuge der Durchsuchungen konnte eine weitreichende Verbreitung des Buches im In- und Ausland festgestellt werden, was zur Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen zahlreiche Mehrfachbezieher der Publikation führte.

Der 1953 als Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung gegründete und seit 1974 unter seinem heutigen Namen firmierende Grabert-Verlag gehört zu den größten Verlagsunternehmen innerhalb des rechtsextremistischen Spektrums. Grabert ist seit 1978 Inhaber des Verlags, der über ein umfassendes Angebot an revisionistischen Werken, theoretischen Abhandlungen, Büchern zur Früh- und Zeitgeschichte und Publikationen zu aktuellen politischen Themen von z.T. namhaften rechtsextremistischen Autoren verfügt. Im Grabert-Verlag erscheinen u.a. die rechtsextremistischen Periodika „Deutschland in Geschichte und Gegenwart – Zeitschrift für Kultur, Politik und Geschichte“ (DGG) und „Euro-Kurier. Aktuelle Buch- und Verlagsnachrichten“.

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