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„Keine neue Gestapo“: Das BfV und die NS-Vergangenheit

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschen Spionagemuseum am 4. Juli 2017 – Jetzt anmelden und dabei sein!

Cover „Keine neue Gestapo“

Noch bis vor wenigen Jahren mangelte es an einer zeitgeschichtlich fundierten, kontextorientierten und kritischen Aufarbeitung der Nachwirkungen des Nationalsozialismus auf die Organisationsgeschichte des Bundesamtes für Verfassungsschutz im jungen Nachkriegsdeutschland. Im November 2010 entschied sich das BfV daraufhin, ein unabhängiges Forschungsvorhaben öffentlich auszuschreiben. Konkretes Forschungsdesiderat war es dabei, für die Jahre 1950-1975 den Aspekt der ‚personellen Kontinuität‘ zu untersuchen, also vor allem der Frage nach der Personalstärke NS-belasteter früherer Mitarbeiter auf den Grund zu gehen und zu untersuchen, welchen Einfluss diese auf die Arbeit und Organisationskultur des deutschen Inlandsnachrichtendienstes hatten.

Im Ergebnis dieser Ausschreibung erforschten Prof. Dr. Constantin Goschler und Prof. Dr. Michael Wala vom Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum über drei Jahre die ersten 25 Jahre des Bundesamtes für Verfassungsschutz seit seiner Gründung und hatten dabei erstmals auch Zugang zu umfassendem Archivmaterial. Die wissenschaftliche Expertise wurde in dem im Rowohlt-Verlag erschienenen Buch „Keine neue Gestapo. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die NS Vergangenheit.“ zusammengeführt und im Jahr 2015 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Entwicklung einer Organisation über ein Vierteljahrhundert hinweg ist immer auch ein Spiegel ihrer Zeit. So überrascht es nicht, dass die geschichtliche Aufarbeitung auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen auf das Rollenverständnis für eine Sicherheitsbehörde wie das BfV in den Blick genommen hat. So erzählt das Buch letztlich auch ein Stück Geschichte der politischen Kultur in Deutschland.

Seien Sie dabei, wenn die Autoren der Studie Prof. Dr. Goschler und Prof. Dr. Wala gemeinsam mit BfV-Präsident Dr. Maaßen

am 4. Juli 2017, um 19.00 Uhr

im Deutschen Spionagemuseum, Leipziger Platz 9, 10117 Berlin

über das BfV-Geschichtsprojekt und seine Bedeutung sprechen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Forschungsleiter des Deutschen Spionagemuseums, Dr. Christopher Nehring.

Eine vorherige Anmeldung per Telefon (030-398 200 45-0) oder E-Mail (anmeldung@deutsches-spionagemuseum.de) ist zwingend erforderlich.

Weitere Informationen:

Stand:
30.06.2017

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