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Vorsicht bei Kontaktaufnahme über Soziale Netzwerke!

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Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Kontaktversuchen durch Nachrichtendienste über die sozialen Medien und bietet Betroffenen Hilfestellung an

Soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn und XING eröffnen im beruflichen wie im privaten Kontext zahlreiche Möglichkeiten, sich mit interessanten Leuten zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen oder gar einen neuen Job zu finden.


Auch für ausländische Nachrichtendienste sind Soziale Netzwerke daher längst in den Fokus des Interesses gerückt. Dort lassen sich sehr schnell eine Reihe von Details zu Erwerbsbiografien und zum sozialen Umfeld der Nutzer herausfiltern. Informationen zu Gewohnheiten, Hobbys bis hin zu politischen Interessen können über nur wenige „Klicks“ generiert werden.


China ein zentraler Akteur im Bereich „Social Engineering“

Zuletzt konnten Aktivitäten gerade chinesischer Nachrichtendienste in Sozialen Netzwerken wie LinkedIn und Facebook registriert werden. Diese versuchen seit einiger Zeit, intensiv über diesen Weg nachrichtendienstliche Quellen zu werben.


Zum Zielspektrum der chinesischen Nachrichtendienste zählen offenbar besonders Personen, die mit China oder mit für die Volksrepublik wichtigen Themen befasst sind (Außenpolitik, Wirtschafts- und Währungspolitik, G7/G20-Gipfel, Europäische Union, Terrorismus, Uiguren, Tibet, Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer etc.) und schon einmal in China waren oder die chinesische Sprache beherrschen.


Oftmals sind dies Beamte deutscher und europäischer Behörden, aber auch Diplomaten, Offiziere der Bundeswehr, Wissenschaftler, Mitarbeiter von Entwicklungshilfe­organisationen und NGOs sowie freie Politikberater (mit Zugang zu Ministerien und Behörden) oder gar Studenten und Mitarbeiter deutscher Stiftungen.


Hinweise für eine gezielte Anbahnung richtig erkennen

Die chinesischen Nachrichtendienste treten bei der Anbahnung nicht offen auf, sondern tarnen sich mit Fake-Profilen als Mitarbeiter von Thinktanks, als Wissenschaftler (Research Fellow) oder Angehörige chinesischer Behörden (Stadtverwaltung etc.). Manchmal geben sie sich auch als Headhunter oder Manager von Consulting Firmen zu erkennen. Üblicherweise geben sie vor, sich für ein Arbeitsgebiet der jeweiligen Zielperson zu interessieren, erkundigen sich nach der Möglichkeit eines fachlichen Austauschs und hinterlegen unter Verweis auf einen „wichtigen Kunden“ in China das Interesse an einer Expertise.


Im nächsten Schritt bitten die chinesischen Kontaktpersonen Betroffene um einen Lebenslauf und eine entsprechend vergütete Probearbeit. Wenn diese zur Zufriedenheit ausgeführt wurde, wird eine Einladung nach China ausgesprochen, um sich mit dem „wichtigen Kunden“ zu treffen, wobei die Kosten des Aufenthaltes von der chinesischen Seite übernommen werden. Tatsächlich tritt der „wichtige Kunde“ jedoch niemals in Erscheinung und wird nicht namentlich benannt. Im weiteren Verlauf werden Betroffene zumeist regelmäßig aufgefordert, wiederum gegen entsprechende Vergütung Berichte zu verfassen oder interne, sensible Informationen aus dem jeweiligen Arbeitsbereich weiterzugeben.


Falls Sie über Soziale Netzwerke eine solche oder ähnliche Kontaktanfrage erhalten haben oder bereits in Kontakt zu Einrichtungen und Personen oder zu anderen – Ihnen verdächtig erscheinenden – Institutionen stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesamt für Verfassungsschutz:


Telefon: 0221/792-0 oder
E-Mail: Soziale_Netzwerke@bfv.bund.de


Selbstverständlich werden sämtliche Angaben vertraulich behandelt.


Seien Sie wachsam und zögern Sie nicht, das Gespräch mit den sachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BfV zu suchen!

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