Blauer Schriftzug „News" zur Illustration der Rubrik „Meldungen“

Wachsamkeit und Prävention als Schlüssel zum Erfolg

BfV-Präsident Dr. Maaßen diskutiert mit Unternehmensvertretern über die Herausforderungen und Erfolgsindikatoren im Bereich des Wirtschaftsschutzes

<abbr title="Doktor">Dr.</abbr><nbsp/>Hans-Georg Maaßen (Präsident Bundesamt für Verfassungsschutz), <abbr title="Professor">Prof.</abbr><nbsp/><abbr title="Doktor">Dr.</abbr><nbsp/>Christoph Meinel (Direktor und CEO Hasso-Plattner-Institut), Holger Münch (Präsident Bundeskriminalamt) und <abbr title="Doktor">Dr.</abbr><nbsp/>Bruno Kahl (Präsident Bundesnachrichtendienst) (<abbr title="von links nach rechts">v.&#x202f;l.&#x202f;n.&#x202f;r.</abbr>)© Christian Kruppa, BDI Dr. Hans-Georg Maaßen (Präsident Bundesamt für Verfassungsschutz), Prof. Dr. Christoph Meinel (Direktor und CEO Hasso-Plattner-Institut), Holger Münch (Präsident Bundeskriminalamt) und Dr. Bruno Kahl (Präsident Bundesnachrichtendienst) (v. l. n. r.)

Am 8. Juni 2017 kamen auf Einladung des Bundesministeriums des Innern und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI), die vor einem Jahr gemeinsam die „Initiative Wirtschaftsschutz“ ins Leben gerufen hatten, rund 200 Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Sicherheitsbehörden und Forschungseinrichtungen im Allianz-Forum in Berlin zusammen, um über die gegenwärtigen Herausforderungen im Bereich des Wirtschaftsschutzes zu diskutieren. Die Thematik ist dabei aktueller denn je, da in der jüngeren Vergangenheit sowohl private wie auch öffentliche Einrichtungen zum wiederholten Mal Opfer von Attacken durch Hacker oder ausländische Nachrichtendienste geworden sind.

Unter der thematischen Gesamtüberschrift „Wirtschaftsschutz gemeinsam stärken“ standen dabei folgende Leitfragen im Fokus: Welche Herausforderungen kommen angesichts fortschreitender Globalisierung und zunehmender Vernetzung auf Staat und Wirtschaft zu? Und: Welche analogen und digitalen Bedrohungen gilt es zu bewältigen und wie arbeiten wir hierbei lösungsorientiert zusammen?

Nach einem Dialog des Bundesministers des Innern, Dr. Thomas de Maizière mit BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf und einem Impulsvortrag von Allianz-Vorstandsmitglied Hartmut Mai bildete eine Diskussionsrunde mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutzes, Dr. Hans-Georg Maaßen und Unternehmensvertretern aus den Bereichen Medizin- und Sicherheitstechnik, Konstruktionstechnik und Maschinenbau, Wirtschaftsprüfung sowie Finanzdienstleistung den Abschluss der Veranstaltung.

Podiumsdiskussion zur „Initiative Wirtschaftsschutz“© Bundesamt für Verfassungsschutz Podiumsdiskussion zur „Initiative Wirtschaftsschutz“

Maaßen: „Von Unternehmen erwarte ich ein aufmerksames Auge“

Auf dem Podium riet Dr. Maaßen den Wirtschaftsvertretern zu mehr Gefahrenbewusstsein. So könne eine Gefährdung nicht nur von fremden Nachrichtendiensten oder ausländischen Terroristen, sondern auch von „Innentätern“ ausgehen, die das Unternehmen besonders gut kennen. „Es ist wichtig, die Sicherheitsbehörden einzuschalten, wenn Auffälligkeiten im Unternehmen deutlich werden. [...] Wenn man etwas sieht, soll man etwas sagen“, so sein Appell. Wie Wirtschatsschutz in praxi auszusehen habe, davon zeichnete der BfV-Präsident ein sehr konkretes Bild: „Wenn wir von Wirtschaftsschutz reden, meinen wir nicht, dass die Unternehmen alles in den Panzerschrank stecken“, so Dr. Maaßen. Vielmehr müsse im Rahmen der Präventionsarbeit jedes Unternehmen für sich analysieren, welche Werte des Unternehmens für Außenstehende von besonderem Interesse sein können. Dies könnten etwa im Einzelfall statt materiellen Gütern oder dem Wissen der Forschungsabteilung z. B. auch die Kontakte von Außendienstmitarbeitern sein.

Der akuten Gefahr durch Cyberangriffe könne nur mit einem ganzheitlichen Ansatz im Verbund mit staatlichen Sicherheitsstellen begegnet werden, so der BfV-Präsident weiter. Betroffene Unternehmen seien daher gut beraten, die vorhandenen Hilfestellungen des Verfassungsschutzes in Bund und Ländern in Anspruch zu nehmen und das möglichst frühzeitig, also bevor ein womöglich irreparabler Schaden entstanden ist.

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