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Im Rechtsextremismus gibt es zwei gegenläufige Tendenzen von unterschiedlicher Relevanz. Einmal der starke Trend hin zu einer organisationsübergreifenden Zusammenarbeit, die aktionistische und parlamentarische Formen zusammenfügt und auch Teile der Neonazi-Szene einbindet. Auf der anderen Seite verweigern sich beachtliche Teile der Neonazis einer in ihren Augen "verbürgerlichten" Politik und beharren auf eigenständigen Aktions- und Organisationsformen. Seit einigen Jahren treten vermehrt Personen bei rechtsextremistischen Demonstrationen auf, die in ihrem Erscheinungsbild dem traditionellen Habitus der Neonazi-Szene nicht entsprechen: mit einer Kleidung, die ursprünglich den eher "linken" oder von Migranten geprägten Bereichen entstammt, Transparenten und Sprüchen, die Anglizismen verwenden, vor allem aber mit Forderungen nach einer offensiveren, gewaltbereiten Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner und der Polizei. Diese Rechtsextremisten sind mit ihrer schwarzen Kleidung,Turnschuhen, Sonnenbrillen, Baseball-Kappen und Kapuzenpullovern auf den ersten Blick von "linken" Gegendemonstranten kaum zu unterscheiden. Sie bezeichnen sich oftmals als "Autonome Nationalisten". IhrAnteil an der Neonazi-Szene ist angestiegen. Aktuell sind den "Autonomen Nationalisten" 400-500 Personen zuzurechnen (ca. 10% der 4.800 Neonazis).
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