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Zahlen und Fakten zum Linksextremismus

Aktionsfelder von Linksextremisten

  • "Antirepression"
    Das Aktionsfeld "Antirepression" hat für Linksextremisten in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. 2009 stand es im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten, was dazu führte, dass hierdurch traditionelle Aktionsfelder etwas überlagert wurden. So gerieten selbst während der Proteste gegen den NATO-Gipfel im April 2009 in Straßburg und Baden-Baden klassische antimilitaristische Demonstrationsthemen in den Hintergrund.

    Ursächlich hierfür war die spektrenübergreifend scharfe Kritik an dem Verhalten der französischen Sicherheitsbehörden. Festnahmen und Verurteilungen wurden als "unverhältnismäßige Repression" und ungerechtfertigte Kriminalisierung der NATO-Proteste dargestellt. Linksextremisten bezeichneten später den NATO-Gipfel als "Gipfel der Repression".

    Im Nachgang zu den Protesten gegen den NATO-Gipfel war im gewaltbereiten linksextremistischen Spektrum ein ausgeprägtes Aggressions- und Konfrontationsniveau feststellbar; das zeigte sich sowohl bei der "Revolutionären 1. Mai-Demonstration" 2009 in Berlin mit den schwersten Ausschreitungen seit Jahren als auch bei den dortigen "action weeks" in Berlin im Juni 2009.

  • "Antimilitarismus"
    Das Aktionsfeld "Antimilitarismus" war im Jahr 2009 auf Grund des NATO-Gipfels im April 2009 aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Verteidigungsgemeinschaft für die Linksextremisten von hoher Bedeutung.

    Die antimilitaristische Kritik richtet sich nach wie vor gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr, insbesondere in Afghanistan und die Ablehnung der NATO als Institution und deren Einsätze in Krisengebieten.

    Die Proteste gegen den NATO-Gipfel bildeten den Höhepunkt der "antimilitaristischen" Arbeit von Linksextremisten. Damit gelang ihnen die seit langem größte internationale Mobilisierung im Rahmen ihrer Kampagnenarbeit. Gleichwohl war die Beteiligung an den Protesten geringer als von den Organisatoren erhofft.


  • "Antifaschismus"
    Der "Antifaschismus" zielt nur vordergründig auf die Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen. Vielmehr bekämpfen Linksextremisten unterschiedlicher ideologischer Ausrichtungen die freiheitliche demokratische Grundordnung als "kapitalistisches System", um deren angeblich immanente Wurzeln des "Faschismus" zu beseitigen.

    Diskursorientierte Linksextremisten stellen den Kampf gegen das "kapitalistische System" in den Mittelpunkt ihrer "antifaschistischen" Aktivitäten.

    Hingegen richten aktionsorientierte Linksextremisten ihren Fokus in erster Linie auf die Bekämpfung tatsächlicher und vermeintlicher "Faschisten", deren Einrichtungen und Strukturen und suchen dabei die direkte Konfrontation im öffentlichen Raum. Ziel ist es, Aufmärsche rechtsextremistischer Zusammenschlüsse zu verhindern oder zu behindern.

    Wenngleich ein direktes Aufeinandertreffen mit dem "politischen" Gegner vielfach durch entsprechende Polizeikonzepte verhindert werden konnte, kam es immer wieder zu Gewalthandlungen, die sich dann auch gegen die eingesetzten Polizeikräfte richteten.



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