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In Deutschland leben zwischen 3,8 und 4,3 Millionen Muslime. Der weitaus größte Teil aller Muslime verhält sich unauffällig; lediglich eine Minderheit hat sich islamistischen Organisationen angeschlossen. Etwa 37.470 Personen waren Ende 2010 Mitglieder oder Anhänger einer der 29 islamistischen Gruppierungen in Deutschland. Islamisten gehen davon aus, dass mit Koran und Scharia (islamisches Rechtssystem) eine alle Lebensbereiche regelnde göttliche Ordnung vorgegeben ist, die alle anders geprägten Ordnungssysteme ersetzen soll. In dieser "islamischen Ordnung" könne jede Staatsgewalt ausschließlich von Gott und seinem im Koran offenbarten Willen, nicht aber vom Willen des Volkes abgeleitet werden. Demokratische Grundprinzipien wie die Volkssouveränität, das Mehrparteiensystem oder das Recht auf Bildung und Ausübung einer parlamentarischen Opposition sind hiermit unvereinbar.
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